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Walter Stach, ehemaliger Partei- und Fraktionsvorsitzender der SPD, ist wieder aktiv. Der pensionierte Stadtdirektor von Castrop-Rauxel hat jetzt ein fünfseitiges Positionspapier für den Waltroper SPD-Vorstand zum newPark entwickelt.
Stach hat Fragen aufgeworfen über Inhalt, Organisation, Standort und Verfahren von newPark. Er geht kritisch damit um und betont in seinem Papier ausdrücklich: Man redet hier von einem Industriegebiet, das erhebliche Umweltbelastungen mit sich bringt.
Der Parteivorstand wird sich jetzt mit diesem Papier befassen. Bei unserer gestrigen Anfrage wollte Stach keine Stellung dazu beziehen, allerdings ging er auf die Aussagen des FDP-Vorsitzenden Dr. Jens Jordan ein. Der hatte als Grund für die Absage von BMW die Querelen in Waltrop um einen Zweckverband ausgemacht.
Stach dazu: "Das ganze ist abenteuerlich. Ein Minister erzählt dem Doktor Jordan, er habe von BMW-Leuten deutlich indirekt erfahren, dass BMW wegen der Querelen nicht in die Region kommt. Das, was ein Ministerialbeamter deutlich indirekt gehört haben will, gibt Dr. Jordan jetzt einfach weiter. So wird ein Gerücht gestreut."
Für Stach sind solche Aussagen ein "einfaches Strickmuster für eine durchsichtige Taktik, Mehrheiten für newPark zu bekommen. Wenn die Rieselfelder wirklich einer der optimalen Standorte für BMW gewesen wären, dann ist es undenkbar, dass der BMW-Vorstand wegen so einer Marginalie wie Zweckverband diesen Standort aufgegeben hätte. BMW wird irgendwann eine Standortentscheidung treffen. Dann sollte man einmal diesen Standort mit dem Standort Rieselfelder vergleichen. Dann wird man objektiv feststellen, warum die Rieselfelder ausgeschieden sind".
Am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr wird Karl-Friedrich Schulte-Uebbing von der Industrie- und Handelskammer das Projekt newPark im Waltroper Rathaus vorstellen. Das erfolgt in öffentlicher Sitzung. Die SPD hat für heute eine Pressekonferenz eingeladen, bei der Aktionen angekündigt werden sollen.
Pit Schneider
Quelle: Waltroper Zeitung, 24. November 2000