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Dass es in Olfen eine Westumgehung geben muss, darüber herrscht bei allen Ratsfraktionen Einigkeit. Strittig ist nur, ob es die B 474n-Trasse sein soll oder eine stadtnahe Umgehungsstraße (Springenkamp-Ausbau).
Das Büro Richters & Hüls hatte am Dienstag wie berichtet im städtischen Hauptausschuss Zahlen zum Verkehrsaufkommen und zur Lärmsituation dargelegt.
Der geschätzte Ist-Zustand im Jahr 2000 sieht demnach wie folgt aus (in Klammern Fahrzeuge pro Tag): Kökelsumer/Dattelner Straße (7.500); Eversumer-/Biltholtstraße (7.500); K 29 (7.500).
Für den Planfall, dass die B 474n ohne das Teilstück Olfen gebaut würde, erhöhe sich der Verkehr ganz erheblich auf diesen innerstädtischen Straßen (10.500/8.500/8.500).
Falls die B 474n komplett (also mit allen drei Teilstücken) gebaut würde, sinke das Verkehrsaufkommen deutlich in diesem Bereich (5.500/3.500/3.500). Diese Fahrzeug-Zahlen nimmt das Büro auch für den Fall an, dass beim B 474n-Bau ohne Teilstück Olfen eine stadtnahe Umgehungsstraße (Springenkamp-Ausbau) geschaffen wird.
Insgesamt rechnet man auf der B 474n bzw. einer stadtnahen Umgehungsstraße mit rund 12.000 Fahrzeugen täglich.
Unter Lärmschutz-Aspekten gibt das Büro der B 474n-Trasse den Vorzug vor einem Springenkamp-Ausbau. Denn so sei der Verkehr weiter vom Ortskern und von den meisten Teilen des Eckernkamp-Baugebietes entfernt. In beiden Fällen hätten die Anwohner ein Recht darauf, dass gesetzlich vorgeschriebene Lärmpegel eingehalten werden.
Dies müsse durch entsprechende Maßnahmen wie Wälle oder Mauern gewährleistet werden.
Dre
Quelle: WAZ Olfen, 24. August 2000