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Nach der Sitzung des Wirtschaftsausschusses gestern Abend im Kreishaus war Karl-F. Schulte-Uebbing, dem Hauptgeschäftsführer der Vestischen Gruppe der Industrie- und Handelskammer (IHK), die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.
Denn erwartet hatte der newPark-Stratege das einstimmige Votum aller Wirtschaftsfachleute des Kreistages, wie Schulte-Uebbing bekannte, nicht. Der Kreistag wird voraussichtlich im Dezember ebenso einmütig der Schaffung der zentralen, 300 Hektar großen Industrieansiedlungfläche für das gesamte Ruhrgebiet im Kreis RE zustimmen. Zur entsprechenden "dringlichen Beschlussempfehlung" von Landrat Hans-Jürgen Schnipper gab es keine Gegenrede. SPD-Fraktionschef Friedbert Hückelkamp brachte es gewohnt knapp auf den Punkt: "Wir haben jetzt zwei Jahre geredet. Lasst es uns anpacken!"
Und dieses einstimmige Votum war genau das, was Schulte-Uebbin wollte: "Die Region muss jetzt Farbe bekennen. Wir müssen auch den Investoren signalisieren, Politik, Gewerkschaften und Bürger heissen internationale Industrieansiedlungen in der Region willkommen", hatte er vor der Abstimmung noch gefordert. Nur so könnten noch im Dezember die nötigen Zuschussanträge beim Wirtschaftsministerium mit einiger Aussicht auf Erfolg gestellt werden.
Die weiteren Schritte: Die Regionalkonferenz soll eine Machbarkeitsstudie beschliessen, die im Juli 2001 fertig würde. Im Herbst sollen die Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, 2003/2004 der erste Spatenstich erfolgen.
Zur Bauvorfinanzierung des Industrieparks soll ein Kniff zum Zuge kommen, der ohne einen Pfennig öffentlichen Geldes rund 200 Mio. Mark in die newPark-Kassen spült: Allein die planerische Umwandlung von 300 Hektar Grün- in Industriefläche bringe eine entsprechende Wertsteigerung des Geländes. Und der Grundstückseigner, die VEW/RWE, soll als Financier mit ins Boot der noch zu gründenden newPark-Holding-AG genommen werden.
-jhs
Quelle: Recklinghäuser Zeitung, Kreisseite, 23. November 2000