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LANDTAG: Die Absage von BMW an den Standort Datteln/Waltrop hängt offenbar auch mit den kommunalpolitischen Querelen, insbesondere in Waltrop, zusammen. Diesen Eindruck nahm Dr. Jens Jordan, Landtagsabgeordneter der FDP, aus der gestrigen Sitzung des NRW-Wirtschaftsausschusses mit.
"Das Ministerium hegt den hohen Verdacht, dass BMW wegen der kommunalpolitischen Querelen, die hier im Waltroper Rat zelebriert wurden, nicht kommt", so Dr. Jordan gegenüber unserer Zeitung. In der Wirtschaftsausschusssitzung wurde deutlich, dass große Konzerne wie BMW derartige Standortfragen durchaus auch nach der Stimmungslage in der Kommunalpolitik entscheiden.
Jordan: "Wie wir erfuhren, lassen sich große Firmen exakte Mitteilung über lokale Geschehnisse machen und sammeln entsprechende Presseartikel." In der vergangenen Woche habe eine BMW-Delegation gemeinsam mit Vertretern des NRW-Wirtschaftsministeriums die Stadt Euskirchen besucht. Euskirchen rangierte hinter Datteln/Waltrop auf der Prioritätenliste des bayerischen Autoherstellers und ist nun die letzte verbliebene NRW-Stadt die sich um um BMW bewirbt.
Dr. Jens Jordan appelliert nun an die im Waltroper Rat vertretenen Politiker, besonders im Hinblick auf "newPark" Geschlossenheit zu demonstrieren. "Wenn diese Querelen so weiter gehen, sehe ich schwarz für unsere Stadt. Wir werden womöglich eine kleine Ackergemeinde ohne Geld bleiben."
-kg
Quelle: Dattelner Morgenpost, 23. November 2000