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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
"Ruhrgebiet wandert mit der B 474 n auf Olfen zu" 23. September 2000


Die Bürgerinitiative gegen die B 474 n kritisiert Bürgermeister Himmelmann und die CDU, "dass sie in Sachen B 474 n mit zwei Zungen sprechen".

"Auf der einen Seite wurde bisher so getan, als müsse man einen drohenden Lückenschluss um Olfen verhindern, auf der anderen Seite macht man sich jetzt zum Vorreiter einer Industrialisierung der vor den Toren Vinnums liegenden Rieselfelder, für die die B 474 n extra gebaut werden muss", erklärt Ulrich Oster.

Die Bürgerinitiative (BI) sieht diese Ansicht durch die Resolution der betroffenen Städte bestätigt, "in der man sich für eine bundesweite Fernstraße von Holland bis zur Sauerlandlinie als B 474 n/B 67 n ausspricht, wobei besonders die zentrale Rolle der Industrialisierung der Rieselfelder betont wird". Bisher habe man lediglich auf die Notwendigkeit einer Ortsumgehung hingewiesen, "von einer Nordwanderung des Ruhrgebiets war bei den Politikern in Olfen nie die Rede gewesen".

Bürgermeister Himmelmann und die Olfener CDU hätten den Stein für diese gemeinsame Erklärung durch ihr koordiniertes Treffen der Bürgermeister und CDU-Fraktionschefs ins Rollen gebracht. Nach Ansicht der BI ist in den betroffenen Städten nach anfänglicher Euphorie bei der BMW-Ansiedlung die Einsicht gewachsen, dass man sich gegenüber europaweit über 50 Mitbewerbern, u.a. aus Bayern, wohl kaum durchsetzen kann.

Oster: "Ministerpräsident Clement hat uns in einem 15-minütigem Gespräch erklärt, dass er die Nordwanderung des Ruhrgebiets auf Olfen auch auf Grund des derartig vorgetragenen kommunalen Interesses für unverzichtbar hält und die B 474 n und ihre Verlängerung als B 67 n bis zur holländischen Grenze als entscheidenden Schlüssel sieht."

Komme es zum Bau der B 474 n, bedeutet dies laut BI, "dass vielleicht schon in sechs Jahren am Neubaugebiet Eckernkamp die Nordumgehung des Ruhrgebiets vorbei führt, Vinnum den Logenplatz mit Blick auf einen riesigen Industriestandort hat und spätestens danach auf Grund der jetzt begonnenen Industrieplanungen der Zuzugsdruck auf Olfen so groß wird, dass die Flächennutzungs- und Gebietsentwicklungspläne Schnee von gestern sein werden". Die BI favorisiert als Olfener Ortsumgehung nach wie vor den Springenkamp-Ausbau.



Weitere Informationen:

Resolution zur B 474n/B 67n

Quelle: WAZ Olfen, 23. September 2000