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Waltrops Sozialdemokraten wollen sich "an die Spitze der Bewegung gegen diese Trassenführung" für die B 474 n setzen. Dabei stellen sie ihre ablehnende Haltung zu newPark noch einmal dar und das Verhalten des Bürgermeisters ins Zentrum ihrer Kritik.
Gestern gab es eine Presseerklärung der SPD-Ratsfraktion. Danach stellt sich die Frage: Hat Bürgermeister Willi Scheffers die umstrittene Variante für die B 474 n mitgetragen oder nicht? In Rat und Ausschüssen hatte sich der Bürgermeister mehrmals vehement gegen diese Streckenführung ausgesprochen und engagiert abgestritten, jemals dafür gewesen zu sein. Die SPD legt ihrer gestrigen Presseerklärung Sitzungsprotokolle bei, aus denen sie schließt, dass sich der Bürgermeister anders verhalten haben soll.
Zum Fakt: Am 6. September fand in Bochum beim Westfälischen Straßenbauamt (WSBA) eine Besprechung über die Trasssenführung der B 474 n statt. In Bochum wurde am 20. 9. 2000 das Protokoll erstellt.
Darin heißt es: "Der Bau der B 474n ist erklärtes Ziel der Stadt Waltrop, wobei auch die Stadt Waltrop einen Anschluss an die A 45 / A 2 und eine Linienführung in einem Mittelkorridor zwischen den Städten Datteln und Waltrop bevorzugt. Im Hinblick auf eine Konsensfindung wird die Variante V 3.1 mit getragen. Problematisch ist die relativ ortsnahe Variantenführung im nordwestlichen Bereich der Stadt Waltrop. Hier sollte das Schutzgut Mensch stärker beachtet und die Linie vom Ortsrand weg weiter nach Westen abgerückt werden. Hiermit würden Beeinträchtigungen des Bebauungsgebietes Im Hangel vermieden und städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten offen gehalten". So das Protokoll der Bochumer Sitzung im Wortlaut.
Besagte Vatiante 3.1 ist die sogenannte Unglücksvariante. Noch in der letzten Ratssitzung hatte Bürgermeister Willi Scheffers mehrmals betont, gegen diese Variante zu sein und sie daher niemals befürwortet zu haben.Die SPD hatte sich daraufhin öffentlich dafür entschuldigt, etwas anderes behauptet zu haben.
Doch jetzt legt sie ein Protokoll vor, das den Bürgermeister-Aussagen widerspricht.
Quelle: Waltroper Zeitung, 22. November 2000