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Montag werden in Gelsenkirchen Kommunalpolitiker auf die Zukunft der Rieselfelder eingeschworen. Fünf Tage, bevor im Waltroper Rat die zweite Abstimmung über einen Zweckverband ansteht, sind Bürgermeister und Räte von der Bezirksregierung zur Industrie- und Handelskammer geladen. Hier sollen sie den Grundstein für "newPark" legen.
Waltrop gerät vor der zweiten Abstimmung zunehmend unter Druck. Der Zweckverband soll umgehend in trockene Tücher gebracht werden, denn die Rieselfelder gelten bei Planern nicht nur als guter Standort für BMW, sondern auch für "newPark".
Laut Einladung für Montag kommen als "Standort für den newPark vorrangig Flächen der Städte Waltrop und Datteln in Frage".
Die Stadt Datteln hat sich vorbehaltlos für die Industrialisierung der Rieselfelder und die Einrichtung eines interkommunalen Zweckverbands für diese Fläche ausgesprochen.
In Waltrop gibt es noch immer den rechtsgültigen Vorbehalt, dass ein Zweckverband nur dann gegründet werden soll, wenn eine Zusage von BMW kommt. Doch dieser Beschluss soll am kommenden Donnerstag im Rat revidiert werden.
Besonders Industrie- und Handelskammer (IHK) und Emscher-Lippe-Agentur (ELA) drängen darauf, dass ein Zweckverband die Federführung im Rieselfeld uneingeschränkt übernimmt. Schließlich bieten die Rieselfelder Raum für Visionen und gelten als Industriestandort der Zukunft auch wenn BMW nicht kommen sollte.
Auf der anderen Seite macht der Grundstückseigentümer Druck: Dortmunds ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender, Franz-Josef Drabig, ist Chef der VEW-Immobilien AG und muss in seiner neuen Position endlich Erfolge vorweisen. Drabig hat engste persönliche Kontakte zur Landesregierung und hatte schon im Juli in einem Gespräch mit unserer Zeitung Inititiert, dass "die Initiative vom Land ausgehen" muss. Sein Freund Wolfgang Clement war letztens im Rieselfeld - fuhr aber durch, ohne anzuhalten.
Pit Schneider
Quelle: Dattelner Morgenpost, 21. Oktober 2000