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"Bürgermeister steht im Wort" 18. November 2000


Die Oppositionsfraktionen wollen Bürgermeister Willi Scheffers in die Pflicht nehmen und pochen auf sein Wort, dass die Bürger noch im November umfassend über Rieselfeld-Industrialisierung, B 474 n und Südumgehung informiert werden.

"Wir fordern, dass die Bürgerversammlung noch in diesem Monat stattfindet", betont Helmut Wiertalla, Fraktionsvorsitzender des Waltroper Aufbruch: "Der Bürgermeister steht bei den Bürgern im Wort." Die öffentliche Ausschuss-Sitzung am 28. November, in der ab 18.30 Uhr das Projekt "newPark" vorgestellt wird, sei kein Ersatz.

SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Siebert erinnert, dass seine Fraktion eine Informationsveranstaltung beantragte, zu der neben IHK-Geschäftsführer Karl F. Schulte-Uebbing auch Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven und Wolfgang Plato, Leiter des Westfälischen Straßenbauamtes, eingeladen werden sollten. "Wir nehmen den Bericht zu NewPark im Ausschuss zur Kenntnis. Uns würde aber interessieren, ob die anderen Herren überhaupt eingeladen wurden", so Siebert.

Großes Interesse herrscht bei SPD und WA an der sogenannten "Bürgermeister-Trasse" für die B 474n. Scheffers hatte in der letzten Ratssitzung erklärt, gemeinsam mit Datteln einen eigenen Trassenvorschlag als Alternative zur "Unglücksvariante" zu entwickeln  und hat dies auch bereits getan. "Aber wir haben noch nichts davon gehört", kritisiert Siebert. Während Bürgermeister-Referent Ansgar Limbeck die Verschiebung der Versammlung damit begründete, dass dieser Trassenvorschlag erst im Verkehrsministerum vorgestellt werden müsse, fordert der WA: "Die Ideen für die neue Trasse sollen den Bürgern vorgestellt werden." Wiertalla weiter: "Durch die Absage von BMW ist der Druck raus, da muss nicht morgen etwas entschieden werden. Darum sollten die Bürgern jetzt die Gelegenheit erhalten, ihre Position deutlich zu machen."

Diese Meinungen der Bürger sollte Scheffers dann auch bei der nächsten Regionalkonferenz weitergeben. Wiertalla: "Es kann nicht sein, dass nur diejenigen eine Plattform bekommen, die ohnehin zustimmen."

-metz


Quelle: Waltroper Zeitung, 18. November 2000