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In Sachen Südumgehung (K 12n) ist noch nichts entschieden. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch viel zu früh, irgendeine Beurteilung abzugeben", erklärte gestern der Umweltdezernent beim Kreis Recklinghausen, Klaus Plücker.
Auch Bürgermeister Willi Scheffers erklärte dazu, dass die vorliegenden Etkenntnisse noch nicht den Schluss zulassen, dass die K 12n nicht gebraucht würde: "Wenn sich aber herauskristallisiert, dass die Südumgehung nicht notwendig ist, wird sich die Stadt dem nicht verschließen."
Im Kreishaus fand am Dienstag eine nichtöffentliche Arbeitskreis- und Informationssitzung mit Vertretern von Behörden und Trägern öffentlichen Belange, wie Landwirtschaftskammer und Naturschutzverbänden, zum Stand bei der laufenden Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) statt.
Die bisher vorliegenden Ergebnisse der im Spätsommer dieses Jahres durchgeführten Verkehrszählung - Entlastung von 3000 bis 5000 Fahrzeugen für die Leveringhäuser Straße durch die K 12n - sprechen zwar nicht unbedingt für die Notwendigkeit der Umgehung. "Mir reichen diese Zahlen für eine endgültige Beurteilung allerdings nichts aus", sagte Plücker. Bei der nächsten Arbeitsitzung Ende Januar/Anfang Februar sollen Berechnungen über die Verkehrsbelastungen mit und ohne B474n sowie mit einer angenommenen Industrialisierung der Rieselfelder vorliegen. Außerdem werden die Gutachter bei diesem Termin mögliche Korridore für die K12n vorstellen. Ökologische Eingriffe würden sich wohl nicht vermeiden lassen, "Das Linienbestimmungsverfahren kommt dann voraussichtlich noch in 2001 in den Kreistag", sagte Plücker.
-mdi
Quelle: Waltroper Zeitung, 17. November 2000