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Ein Entgegenkommen der Stadt Castrop-Rauxel bei einer Trasse für die B 474 n erwartet Bürgermeister Willi Scheffers. Die Nachbarn dürfen nicht erwarten, dass Waltrop alle Bürden Trägt, während die Castroper nur Vorteile haben.
Im Vorfeld einer gemeinsamen Veranstaltung der drei Städte machte Scheffers kein Hehl aus seiner Position: "Wir sehen es nicht ein, eine Trasse zu schlucken und den Castropern dann auch noch am Sonnenhof eine eigene Auffahrt hinzusetzen", meinte Scheffers bei der letzten Ratssitzung.
In der Tat ist in Höhe des Sonnenhofes seit jeher eine Abfahrt für die B 474 n geplant. Die liegt komplett auf Waltroper Gebiet, kommt aber einzig und allein den Castrop-Rauxelern zugute. Durch diese Abfahrt müsste der Zielverkehr für die Gewerbegebiete in Ickern nicht mehr durch den ganzen Stadtteil Ickern.
Waltrop hatte sich vor etlichen Jahren schon mit einer solchen Abfahrt einverstanden erklärt. In Zeiten, als sie sich noch vertrugen, hatten dies führende Sozialdemokraten beider Städte untereinander ausgemacht.
Dafür verlangt Scheffers jetzt aber ein Entgegenkommen der Nachbarn. Die Trasse muss weiter nach Westen verlegt werden, das ist die Forderung aller Waltroper Ratsfraktionen (so sie nicht komplett gegen die B474 n sind). Und dafür muss die Trasse näher an Ickern heranrücken. Die Castrop-Rauxeler Rat soll also von seiner Position abweichen, grundsätzlich keinerlei Straßenbau auf Castroper Gebiet für die B 474 n zu erlauben.
Am kommenden Donnerstag, 21. Dezember, werden die Stadtspitzen von Waltrop, Castrop-Rauxel und Datteln ab 16 Uhr zusammensitzen und nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Helmut Wiertalla, Vorsitzender vom Waltroper Aufbruch, wird auch dabei sein. Er bemerkte am Dienstag im Rat: "Wir hätten besser von vorn herein mit den Castropern sprechen sollen".
Pit Schneider
Quelle: Waltroper Zeitung, 16. Dezember 2000