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Die Hoffnung auf eine mögliche BMW-Ansiedlung in den Rieselfeldern zwischen Waltrop und Datteln hat bei vielen Stellen und Behörden hektische Betriebsamkeit ausgelöst. Davon ergriffen wurde auch das Westfälische Straßenbauamt in Bochum. Die bayerischen Nobelkarossen haben die B 474n wieder in Fahrt gebracht.
"Ohne die B 474n geht im Industriepark Lippetal nichts", sind sich alle Beteiligten einig. Eine fertige Verlängerung der Sauerlandlinie ist zwar nicht aus dem Hut zu zaubern, dafür soll den Entscheidungsträgern von BMW aber ein straffer Zeitplan zur Fertigstellung der B 474n vorgelegt werden.

Doch wie kann der Bau der Straße, über die seit 20 Jahren gebrütet und gestritten wird, beschleunigt werden? "Das ist möglich, in dem wir die Phasen der Entwurfaufstellung und Planfeststellung mit besonderer Priorität und mehr Personal vorantreiben", antwortet Karl-Otto Hildebrandt, Leiter des Bereichs Planung der Bochumer Behörde: "Wichtig ist auch die Linienfindung, da muss man mit den Hauptbeteiligten schnell zu einer Lösung kommen."
Positiv bewertet Hildebrandt die Kooperation mit Castrop-Rauxel, die der dortige Bürgermeister Nils Kruse bereits zugesichert hat. "Die Zeiten, die BMW vorgibt, sind natürlich knapp gefasst", räumt Hildebrandt ein: "Aber es ist angestrebt, die Straße bis 2006 in Verkehr zu haben."
Das ist der Termin, an dem die Motorenwerke an ihrem neuen Werksstandort die zweite Produktionsphase einläuten wollen. In Sachen B 474n steht das Westfälische Straßenbauamt in Kontakt mit der Emscher-Lippe-Agentur. Diese will die Bayern mit einer aussagekrattigen Bewerbung von den Standortvorteilen des Industrieparks Lippetal überzeugen. Ein straffer, konkreter Zeitplan für die B 474n gehört unbedingt in die "Bewerbungsmappe".
-metz
Quelle: Dattelner Morgenpost, 16. August 2000