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"BMW war eine Chance, hier ist eine neue" 15. November 2000


Mit breiter Mehrheit hat sich der Rat der Stadt Datteln gestern Abend einer Resolution für die Ansiedlung des "New Park" zugestimmt. Lediglich die vier Vertreter der Grünen votierten gegen die von der FDP eingebrachte Entschließung.

Die anderen vier Fraktionen begrüßten einhellig das zuvor von Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Geschäftsführer der Vestischen Gruppe der IHK, und seinem Stellvertreter Dr. Eckehard Göske vorgestellte Konzept, das - so die Präsentatoren - viele innovativen Ansätze miteinander verbinde.

"BMW war eine Chance, hier haben wir eine neue", sagte Bürgermeister Wolfgang Werner. Er sei bereits bei der ersten Präsentation in Gelsenkirchen von dem "New Park"-Konzept überzeugt gewesen, lobte CDU-Fraktionschef Walter Deckmann, der eindringlich an die in Sachen eher zögerlichen Entscheidungsträger in Waltrop appellierte, hier mitzuziehen: "Sonst machen wir das auch alleine". Hans-Peter Müller, SPD-Fraktionsvorsitzender, unterstrich den Zeitdruck ("Wir brauchen die Arbeitsplätze"), denn Schulte-Uebbing hatte gemahnt: "Andere stehen schon in den Startlöchern."

Heinz Horstmann (Stadt-Partei) kritisierte die Grünen: "Wenn wir ihren Vorstellungen in den letzten Jahren gefolgt wären, lägen wir weit zurück im Kreis." Und auch Beigeordneter Manfred Bilk griff in die Debatte ein: "Lasst uns aufhören, etwas zu zerreden. Wir können auch weiter im eigenen Saft prötscheln und mit Mitteln arbeiten, die uns in 30 Jahren nicht voran gebracht haben."

Die mehrheitlich überzeugende "Vision" vom "Industriegebiet der Zukunft" (IHK-Eigenwerbung) hatten die IHK-Geschäftsführer zuvor in ihren Grundzügen erläutert. Es ginge beim "New Park" nicht darum, wie vielfach unterstellt, Tarifautonomie auszuhebeln oder Dumping-Löhne einzuführen, betonte Schulte-Uebbing. Mit dem Projekt als "zentrales Industriegebiet für das Ruhrgebiet" könne die Region von sich heraus etwas zur Schaffung neuer Arbeitsplätze tun. Eine Betreibergesellschaft mit einem "Parkmanager" an der Spitze - ausgestattet mit "hohen Entscheidungsbefugnissen und -kompetenzen" - soll für ansiedlungswillige Investoren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, "das gibt es sonst nirgendwo". Eine flexiblere Handhabung der Gewerbesteuer und flexible Arbeitnehmer sollen Industrieunternehmen in den 400 Hektar großen Park locken.

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Quelle: WAZ Waltrop, 15. November 2000