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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
"CDU hat sich bei der falschen Stelle erkundigt" 14. Dezember 2000


Olfen - Zu der Stellungnahme der CDU zur B 474n in der Ausgabe vom 11. November nimmt Bert Baesgen von der Bürgerinitiative wie folgt Stellung:

"Die CDU-Ratsherren bezeichnen meine Informationen zur Vierspurigkeit und Dammlage der B 474n als Behauptungen, die jeder sachlichen Grundlage entbehrten und unterstellen mir, ein Schreckenszenario aufzubauen, um schlechte Stimmung zu erzeugen. Dies ist nicht nur falsch, sondern zeugt darüber hinaus von Unkenntnis. Wie ich schon im Presseartikel am 26.9. in den Ruhrnachrichten ausdrücklich erwähnt habe, wird derzeit der Südabschnitt der B 474n bis Datteln, wie vor dreißig Jahren, vierspurig und in Dammlage geplant. Die CDU-Ratsherren haben sich beim Straßenbauamt Coesfeld erkundigt. Dies war die falsche Adresse. Sie sollten wissen, dass für den Bereich Waltrop/Datteln das Straßenbauamt Bochum zuständig ist.

Ein Anruft bei den CDU-Kollegen in Waltrop oder beim dortigen Bürgermeister Scheffers, der die Vierspurigkeit in Dammlage in den letzten beiden Ratssitzungen als Ergebnis seiner Gesoräche mit dem Verkehrsministerium mitgeteilt hat, hätten die Herren Kötter, Danielczyk und Frenken schon weitergeholfen.

In dem CDU-Presseartikel wird betont, dass die Bürgerinitiative bei passender Gelegenheit verschweigen würde, dass sie den Ausbau des Springenkamps favorisieren. Unterlegt wird dies mit provozierend auf meine Person bezogenen und Zwietracht stiftenden Bemerkungen, durch wessen Vorgarten welche Straßentrasse laufen würde. Auch hier sind die CDU-Ratsherren schlecht informiert. Sie kennen ihre eigenen Papiere nicht. Die Empfehlunh, den Springenkamp auszubauen - übrigens mit oder ohne B 474n - stammt aus dem vom Bürgermeister Himmelmann eigenhändig in Auftrag gegebene IVV-Papier zur Olfener Verkehrsentwicklung.

Niemand stellt in Abrede, dass neben einer Reihe anderer Personenkreise längs der geplanten Trasse bei mir eine persönliche Betroffenheit durch die B 474n vorliegt. Im Gegenteil: Bereits Mitte der neunziger Jahre wurde ich in verschiedenen Leserbriefen deswegen öffentlich attackiert. Die CDU unterstellt, dass eine persönliche Betroffenheit dazu führe, unredliche Argumente ins Geld zu führen. Dies ist genauso falsch wie unsachlich. Mein Eindruck ist, dass die CDU mit ihrer gegen mich persönlich gerichteten Stellungnahme eine Politik verfolgt, einzelne Bürger durch Missgunst säende Behauptungen öffentlich ins Fadenkreuz der Kritik zu stellen. Dass es über meine legitime Betroffenheit hinaus eine Reihe anderer Motive gibt, die mich zu meinem Engagement gegen die B 474n bewegen, scheint den o.g. Ratsherren mit ihren politisch bedingten Denken nicht vorstellbar zu sein."


Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 14. Dezember 2000