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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
"Realisierung des Abschnitts Olfen ist in absehbarer Zeit nicht möglich" 13. Dezember 2000


Olfen - Wie die CDU-Fraktion erfahren hat, hat das Bundesverkehrsministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen in einem Schreiben an die Landräte der Kreises Coesfeld und des Kreises Recklinghausen Stellung zu der gemeinsamen Resolution zum Bau der B 474n genommen. Darin unterstützt das Bundesverkehrsministerium ausdrücklich die Bemühungen des südlichen Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region, die sehr unterschiedlich gelagerten Strukturprobleme zu bewältigen. Vorrangiges wirtschaftliches Ziel der Region müsse sein, eine leistungsfähige Anbindung des Industrieparks Lippetal an das großräumige Verkehrsnetz zu schaffen.

Neben der Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr sieht das Ministerium die verkehrliche Bedeutung der B 474n vor allem in der Verbesserung der verkehrlichen Erschließung des gesamten Raumes sowie der Schaffung einer neuen leistungsfähigen Verkehrsverbindung zwischen den Autobahnen A 1, A 2 und A 43.

Die Entwurfsplanung für den südlichen Streckenabschnitt der B 474n von der A 2 südlich von Waltrop bis zur B 235 nördlich von Datteln werde derzeit vom Land Nordrhein-Westfalen mit Nachdruck vorangetrieben. Das notwendige Baurecht wird für etwa Mitte 2002 angetrebt.

Für den Streckenabschnitt nördlich von Olfen bis zum Anschluss der B 474n an die A 43 in Dülmen teilt das Ministerium mit, dass im Bereich des Kreises Coesfeld die Ortsumgehung Dülmen (Südabschnitt) und die Ortsumgehung Coesfeld-Lette im Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung enthalten seien und die Finanzierung gesichert sei. Zu dem Teilabschnitt Olfen und allen weiteren Vorhaben vertritt das Ministerium, dass diese Vorhaben planerisch noch nicht so weit ausgearbeitet seien, als dass eine Realisierung in absehbarer Zeit möglich wäre.

Dazu Christoph Kötter, Vorsitzender der CDU-Fraktion: "Nach meinen Informationen ist der Planungsstand auf Olfener Gebiet weiter als im Südabschnitt. Das Linienbestimmungsverfahren ist bei uns bereits abgeschlossen." Sollte es bei der Planung bleiben, den Nord- und Südabschnitt wesentlich früher zu bauen, käme es zu der von der CDU-Fraktion abgelehnten "SPD-Lücke". Christoph Kötter: "Wie die Verwaltung und die CDU-Fraktion zuletzt in der HFB-Sitzung am 7. Dezember deutlich gemacht hat, wäre eine Realisierung ohne den Teilabschnitt Olfen für uns die schlechteste Variante. Der Verkehr würde vor den Toren der Stadt stehen und sich durch die innerörtlichen Straßen den Weg suchen.

Nach Ansicht der CDU-Fraktion kommt es nun darauf an, mit Nachdruck die Interessen der Stadt Olfen zu vertreten. Sie fordert daher die Stadtverwaltung Olfen auf, die zuständigen Stellen erneut auf diese Zusammenhänge hinzuweisen und die vom Rat der Stadt Olfen beschlossene Position deutlich zu machen.


Quelle: Ruhrnachrichten, 13. Dezember 2000