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Mit Neuigkeiten im Zusammenhang mit der B 474n wartet die CDU-Fraktion auf: Wie die Union aus dem Kreisausschuss erfahren habe, soll das Bundesverkehrsministerium in zwei Schreiben an die Landräte der Kreise Coesfeld und Recklinghausen Stellung zur gemeinsamen Resolution zum Bau der Bundesstraße genommen haben.
Darin "unterstützt das Bundesverkehrsministerium ausdrücklich die Bemühungen des südlichen Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region, die sehr unterschiedlich gelagerten Strukturprobleme zu bewältigen." Vorrangiges wirtschaftliches Ziel der Region müsse sein, eine leistungsfähige Anbindung des Industrieparks Lippetal an das großräumige Verkehrsnetz zu schaffen.
Neben der Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr sehe das Ministerium die Bedeutung der B 474n vor allem in der Verbesserung der Verkehrserschließung des gesamtes Raumes sowie der Schaffung einer neuen leistungsfähigen Verkehrsverbindung zwischen den Autobahnen A 1, A 2 und A 43, teilt die CDU-Fraktion in ihrer Stellungnahme weiter mit.
Ferner heißt es darin: "Die Entwurfsplanung für den südlichen Streckenabschnitt der B 474n von der A 2 südlich von Waltrop bis zur B 235 nördlich von Datteln werde derzeit vom Land Nordrhein-Westfalen mit Nachdruck vorangetrieben. Das notwendige Baurecht wird für etwa Mitte 2002 angestrebt; die Finanzierung der Maßnahme sei gesichert."
Für den Streckenabschnitt nördlich von Olfen bis zum Anschluss der B 474n an die A 43 in Dülmen teilt das Ministerium nach Angaben der CDU-Fraktion mit, "dass im Bereich des Kreises Coesfeld die Ortsumgehung Dülmen (Südabschnitt) und die Ortsumgehung Coesfeld-Lette im Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung enthalten sei und die Finanzierung der Gesamtkosten in Höhe von 33 Mio. DM gesichert ist".
Zu dem Teilabschnitt Olfen und allen weiteren Vorhaben vertrete das Ministerium die Ansicht, diese Vorhaben seien planerisch noch nicht soweit ausgearbeitet, als dass eine Realisierung in absehbarer Zeit möglich wäre. CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Kötter meint Dau: "Nach meinen Informationen ist der Planungsstand auf Olfener Gebiet weiter als im Südabschnitt. Das Linienbestimmungsverfahrenn ist bei uns bereits abgeschlossen."
Sollte es bei der Planung bleiben, den Nord- und Südabschnitt wesentlich früher zu bauen, käme es zu der von der CDU-Fraktion abgelehnten "SPD-Lücke". Christoph Kötter erinnert an die Hauptausschusssitzung im Dezember, in der Verwaltung und CDU-Fraktion deutlich gemacht hätten: "Eine Realisierung ohne den Teilabschnitt Olfen ist für uns die schlechteste Variante."
Nach Ansicht der CDU komme es nun darauf an, mit Nachdruck die Interessen der Stadt Olfen zu vertreten.
Quelle: WAZ Olfen, 13. Dezember 2000