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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
Bei B 474 n aus Region mit einer Stimme sprechen 13. Dezember 2000


Jetzt wird versucht, einen städteübergreifenden Trassenvorschlag für die B 474 n zu erarbeiten. Deshalb soll es eine gemeinsame Sitzung der drei Städte Waltrop, Datteln und Castrop-Rauxel geben. Das kündigte gestern Abend Bürgermeister Willi Scheffers am Ende der Ratssitzung an.

Am 21. Dezember will man sich in Waltrop treffen, und das in großer Runde. Nicht nur die Bürgermeister Scheffers, Wolfgang Werner (Datteln) und Nils Kruse (Castrop-Rauxel) sollen dabei sein, sondern auch die Vorsitzenden aller in den drei Räten vertretenen Fraktionen. Außerdem sollen die jeweiligen Beigeordneten oder die für Planung zuständigen Fachbereichsleiter mit an den Tisch, so Scheffers Forderung.

Eingeladen werden auch die zuständigen Landtagsabgeordneten Gabriele Sikora und Karl-Heinz Rusche (beide SPD). Der Abgeordnete Dr. Jens Jordan (FDP) ist als örtlicher Fraktionsvorsitzender ohnehin dabei.

Gemeinsames Ziel soll es letztendlich sein, die Kraft des Ostvests zu bündeln, um gemeinsam aus der Teilregion mit einer Stimme zu sprechen, damit der Forderung nach einer verträglicheren Trassenführung mehr Gewicht verliehen wird. Dass dies ein recht schwieriges Unterfangen wird, ergibt sich allein schon aus der Beteiligung der Stadt Castrop-Rauxel.

Die vorliegende, sogenannte "Unglücksvariante" als Trassenvorschlag, die von allen Waltroper Ratsfraktionen kategorisch abgelehnt wird, ist direktes Resultat der Castrop-Rauxeler Verweigerungshaltung früherer Jahre. Keine B 474 n über Castroper Gebiet - dieser Ratsbeschluss hatte seinerzeit die in beiden Städten vorherrschenden Sozialdemokraten entzweit.

Mittlerweile sind mit Willi Scheffers und Nils Kruse in beiden Gemeinden CDU-Männer auf dem Bürgermeistersessel, und die haben offenbar schon miteinander gesprochen. Beim gemeinsamen Versuch drei Tage vor Heiligabend wird man nun versuchen, den Castrop-Rauxelern mögliche Kompromisse für die sogenannte "Bürgermeistertrasse" abzuringen. Dieser Trassenvorschlag wurde von Willi Scheffers und dem parteilosen Dattelner Kollegen Wolfgang Werner gemeinsam erarbeitet und in Düsseldorf bereits vorgestellt. Ziel dieser Trasse ist es, die B 474 n weiter nach Westen, also in Richtung Schiffshebewerk, zu verschieben. Damit würde man sich aber "bedrohlich" dem Castrop-Rauxeler Ortsteil Ickern nähern.

Pit Schneider


Quelle: Waltroper Zeitung, 13. Dezember 2000