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Olfen - Die UWG unterstützt klar die Position der von den B 474n-Planungen betroffenen Olfener Landwirt. Dies macht die UWG in einer Presserklärung deutlich.
"Eine großflächige Industrialisierung der Rieselfelder auf der grünen Wiese unterhalb Vinnums ist angesichts genügend vorhandener brachliegender Industrieflächen im Ruhrgebiet für die weitere Entwicklung Olfens schädlich. Olfen benötigt keine Bundesfernstraße B 474n vom Ruhrgebiet bis zum Niederrhein, die neue Industriegebiete erschließt und eine Zuzugswelle gewaltigen Ausmaßes nach sich zieht, sondern stattdessen eine effiziente Entlastung des innerstädtischen Ortsverkehrs", bringt Dieter Broz, Fraktionsvorsitzender der UWG die Position der parteiunabhängigen Wählergemeinschaft auf den Punkt. Das Buhlen um einen möglichen BMW-Standort in der nur wenige Kilometer von Olfen entfernten Rieselfeldern, hatte die Forderung nach einer raschen Realisierung der B 474n neu entzündet. Olfens Bürgermeister Himmelmann habe sich zum Vorreiter der B 474n-Befürworter gemacht und sämtliche Verwaltungschef der Nachbarstädte nach Olfen eingeladen.
Die UWG sieht darin eine Verschärfung der bisherigen Haltung des Bürgermeisters und der Olfener CDU. "Während von Bürgermeister Himmelmann und der CDU noch vor geraumer Zeit auch öffentlich erklärt wurde, dass man sowohl mit als auch ohne B 474n leben könne, ist man dort inzwischen offensichtlich zum größten Verfechter dieser Nordumgehung des Ruhrgebiets avanciert", so die Einschätzung des UWG-Fraktionsvorsitzenden.
Die UWG vertritt den Standpunkt, dass die Grenzen des Wachstums von Olfen nun endgültig erreicht seien, und dass die massive Forderung nach rascher Realisierung der B 474n Wind auf die Mühlen der Großindustrieförderer sei, die natürlich massive Neiansiedlungen in Olfen nach sich ziehen würde. "Wir wollen, dass die Stadt Olfen Teul des Münsterlandes bleibt, die Olfener Landwirtschaft in der derzeitigen Form erhalten wird und die Schönheit der landwirtschaftlich geprägten münsterländer Parklandschaft Bestand hat", ergreift Dieter Broz klar Partei zugunsten der Landwirte. Er wendet sich damit gleichzeitig gegen eine neuen Verkehr anziehende Bundesfernstraße mit 13.000 Fahrzeugen täglich, die zum Teil sogar noch stadtseits des Springenkamps besonders das Neubaugebiet Eckernkamp beschallen würden.
Nach Meinung der unabhängigen Wählergemeinschaft wäre durch den Bau der B 474n mit einer damit verbundenen großflächigen Industrialisierung der Rieselfelder über kurz oder lang ein direktes Hineinwachsen Olfens in das Rurgebiet absehbar. Dies wolle die UWG auf jeden Fall verhindern.
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 12. September 2000