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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
Die Betreuung hiesiger Firmen wäre eine Aufgabe 11. November 2000


Für die Grünen und ihren Sprecher Georg van Elst ist es keine Frage: Im Zusammenhang mit der Ansiedlung von BMW in den Rieselfeldern hatte Datteln - "bei nüchterner Betrachtung keine Chance. Ein Vergleich mit anderen Bewerbern hätte genügt, um dieses zu erkennen."

Inzwischen sei es auch amtlich, dass BMW kein Werk in den Rieselfeldern bauen werde, und viele Menschen in Datteln und Waltrop seien enttäuscht. Die Wählergemeinschaft Die Grünen, so van Elst, verwundere das nicht, denn: "Bürgermeister Werner und mit ihm die CDU und SPD erweckten den Eindruck, als habe Datteln hervorragende Karten im Poker um die Milliardeninvestition."

Kritisch äußert sich der Sprecher der Wählergemeinschaft Die Grünen dazu, dass "Erfahrungen der vergangenen Jahre" ignoriert wurden: "Kernkraftwerk, Heidelberger Druck, Zellstoffwerk - bisher ist jedes Projekt gescheitert. Auch mochte sich der Chef der Emscher-Lippe-Agentur (ELA), Gerd Fröhlich, nicht mit den Aussichten anderer Standorte beschäftigen. Dafür hat er die Quittung erhalten. Datteln überstand noch nicht einmal die erste Runde."

Jetzt, so van Elst, ständen Bürgermeister, CDU und SPD stehen vor einem Scherbenhaufen, und es seien wieder viel Geld und Zeit in eine aussichtslose Bewerbung gesteckt worden. "Und es scheint, als würden sie diesen Fehler sofort wiederholen", so der Grünen-Sprecher mit einem Hinweis auf den im Gespräch befindlichen und in der Nachbarstadt recht umstrittenen "newPark".

Georg van Elst: "Man befürchtet in Waltrop zu Recht eine kleinteilige Zerstückelung der ökologisch wertvollen Rieselfelder. Für Kleinbetriebe stehen in Datteln und Waltrop ausreichend erschlossene Flächen zur Verfügung. Ohne oder gar gegen Waltrop ist der "newPark" nicht zu verwirklichen. Derweil gehen Arbeitsplätze in Dattelner Betrieben verloren. Immer wieder ist z.B. zu hören, dass kleinere Unternehmer keine geeigneten Grundstücke in Datteln finden. Auch läuft bei der Betreuung der hiesigen Unternehmen nicht alles optimal. Hier wäre ein geeignetes Aufgabenfeld für Bürgermeister und Politik. Es reicht nicht, sich nur in Sonntagsreden für den Mittelstand einzusetzen. Schließlich werden vor allem dort Arbeitsplätze geschaffen."


Quelle: Dattelner Morgenpost, 11. November 2000