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"Nachdem mit dem Bau eines BMW-Werkes in den südlich von Olfen gelegenen Rieselfeldern nicht mehr zu rechnen ist, muss eine durchgehende B 474n/B 67n, die zum Schluss von Politikern immer als Notwendigkeit für die Ansiedlung gefordert wurde, komplett in Frage gestellt werden. Ein Bedarf ist nach wie vor nicht gegeben."
Das erklärt Bert Baesgen, Sprecher der Olfener Bürgerinitiative gegen die B 474n. "Die Bürgerinitiative hat schon im Vorfeld das aussichtslose Buhlen um den BMW-Standort am Rande des Münsterlandes als Schachzug zur schnellen Durchsetzung der Bundesfernstraße bezeichnet."
Angesichts der Tatsache, dass im Ruhrgebiet - wie etwa im nur 10 km von den Rieselfeldern gelegenen Industriepark Ellinghausen - bis zu 4000 Hektar mit Straßen und Schienen bestens erschlossene Industriebrachfläche zur Verfügung stehe, war nach Ansicht der BI auch eine Argumentation unsinnig, BMW würde deshalb nicht kommen, weil die B 474b/B 67n nicht vorhanden wäre. Der Bedarf der Gesamtstraße B 474n/B 67n beruht nach Meinung der BI lediglich auf spekulativen "Was-wäre-wenn"-Annahmen.
Sie kritisiert erneut Bürgermeister Himmelmann, "der sich im Gegensatz zu seinen Amtskollegen nicht ausreichend um die Belange der betroffenen Landwirte kümmert. In Waltrop ging ein Aufschrei durch die Reihen von CDU und SPD, als nach Bekanntwerden der Trasse deutlich wurde, dass landwirtschaftliche Betriebe vernichtet und Neubaugebiete verlärmt werden. Und Olfener Landwirte und Bürger des Neubaugebietes Eckernkamp sind wesentlich stärker von der geplanten B 474n-Trasse betroffen als Anwohner in Waltrop."
Die BI sieht sich nach der Entscheidung von BMW gegen die Rieselfelder in ihrer Ansicht bestätigt, "dass eine Straßengroßbaumaßnahme zur Nordumgehung des Ruhrgebietes von Castrop bis zur holländischen Grenze entlang des Neubaugebietes Eckernkamp nicht im Interesse von Olfen liegen kann. Sie forciert deshalb weiterhin den Klagefonds, um notfalls die Straße auch juristisch zu verhindern."
Quelle: WAZ Olfen, 10. November 2000