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Also wieder nichts. Heidelberger Druckmaschinen gaben dem Rieselfeld einen Korb, Ikea - kaum beachtet - zog weiter und nun schickte BMW seine Absage. Es bleibt vorerst dabei: Kappes statt Kapital und Arbeitsplätze.
Am Ende aller vergeblichen Liebeswerbungen steht die Frage nach dem Warum. Die Antwort ist einfach. Andere haben, was das Rieselfeld nicht hat Verkehrsanbindung und baureife Grundstücke. Man darf sich keiner Illusion hingeben: Fällt die Region wie damals nach geplatzter Ansiedlung aus Heidelberg wieder in den Dornröschenschlaf, wird die B 474 n nicht gebaut, kommt auch kein Investor ins Lippetal.
So gesehen sind es eher die Sünden der Vergangenheit, die dem großen Coup mit den Bayern im Wege standen. Sicher: Der Zickzackkurs der Waltroper gab dem Ganzen wohl den Rest. Da darf niemand glauben, dass dies von der Vorstandszentrale in München unbemerkt blieb.
Wenn die Politik im weitesten Sinne nun beteuert, dass es gemeinsam wieder weiter gehen soll und irgendwann schon mal einer anbeißen wird, so ist das natürlich ein Pfeifkonzert im düsteren Keller: Die Waltroper sind ob New Park im Rieselfeld oder B 474 n zu einem Unsicherheitsfaktor für die Zukunftsplanung geworden. Und ihr Bürgermeister hat nicht erklärt, woher er für seine hehren Ziele die Mehrheiten nehmen will.
Für Datteln ist es an der Zeit umzudenken. Auch alleine kann man ganz schön stark sein.
Thomas Wrycza
Quelle: WAZ Datteln, 10. November 2000