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Trotz BMW-Absage weiter planen 10. November 2000


Trotz der BMW-Ablehnung des Standortes Rieselfelder für ein BMW-Werk wollen die Städte Datteln und Waltrop gemeinsam die Planung für die Ansiedlung von Industrie in diesem Gebiet weiter führen. Eine entsprechende Stellungnahme in diese Richtung verfasste Bürgermeister Willi Scheffers gestern. Parallel dazu brachte der FDP-Abgeordnete Dr. Jens Jordan das Lippetal als kleine Anfrage in den Landtag.

Ein weiteres Zusammengehen im Lippetal betonten gestern die Bürgermeisterkollegen Wolfgang Werner (Datteln) und Willi Scheffers (Waltrop) bei einer Pressekonferenz im Dattelner Rathaus. Weitere Planungen im Rieselfeld sollen in Zusammenarbeit mit der VEW-Immobiliengesellschaft als Eigentümerin der Fläche und der Emscher-Lippe-Agentur (ELA) erfolgen. "Sowohl die Planungen der B 474n als auch die Schaffung des Planungsrechts für den Industriepark Lippetal sind nach wie vor erforderlich, um der Bevölkerung der Region Perspektiven für zukünftige Arbeitsplätze anbieten zu können", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Stadtverwaltungen. "Die Region muss jetzt entscheiden, ob sie diese Zukunftsinvestitionen politisch bereit ist zu tätigen; seitens der Landesregierung wie auch Ministerpräsident Clement ist die Unterstützung zugesagt."

Auf keinen Fall wolle man "seine Wunden lecken", und wie seinerzeit nach der Absage der Heidelberger Druckmaschinen AG vor zehn Jahren in Sachen Rieselfelder wieder "in einen Dornröschen-schlaf" fallen.

Dabei spielt zunehmend "newPark" eine Rolle, bisher in Waltrop aber ohne große Befürworter. Wenn auch Bürgermeister Willi Scheffers gestern in Datteln zarte Andeutungen in Richtung einer weiteren Erschließung im Rieselfeld gemacht hat: "newPark" stößt jedenfalls auf erbitterten Widerstand von SPD, Grünen und Waltroper Aufbruch. Einen Schub nach vorn haben die Pläne auch nicht durch ihrendwelche CDU-Aktivitäten erhalten. Die Union hielt sich bisher eher zurück.


Quelle: Waltroper Zeitung, 10. November 2000