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Solidarität mit den Kollegen in Datteln gefordert 9. November 2000


"Mir fehlt die Unterstützung der Gewerkschaften", sagt Bürgermeister Wolfgang Werner. Er bezieht sich dabei auf die Äußerung Werner Neugebauers, Bezirksleiter der IG Metall München und Mitglied im BMW-Aufsichtsrat.

Neugebauer hatte sich für den Standort Bayern ausgesprochen, weil so der Werksverbund von BMW gestärkt werde. Jetzt haben Werner und Gisbert Schalla, 1. Bevollmächtiger der IG Metall Recklinghausen, einen Brief an Neugebauer geschrieben. Was den Werksverbund angehe, so Werner und Schalla, ließen sich aus der deutschen Automobilinduustrie auch Gegenbeispiele anführen. Beide Unterzeichner weisen noch einmal auf die Bemühungen der beiden Städte Datteln und Waltrop hin, das BMW-Werk in die Emscher-Lippe-Region zu holen. In dem Schreiben heißt es: "Das Bemühen wird von der beschäftigungspolitischen Notwendigkeit getragen, da in und unmittelbar um Datteln 38 000 Menschen arbeitslos sind."

Mit der möglichen Ansiedlung "sehen wir die große Chance, den Strukturwandel, der aufgrund des Niedergangs des Steinkohlenbergbaus zwingend notwendig ist, durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und zusätzlicher Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu fördern." Schalla, der auch Mitglied im Verwaltungsausschusses des Arbeitsamtes Recklinghausen ist: "Ich weiß, was da noch auf uns zukommen kann." Von dieser drohenden Arbeitslosigkeit seien auch Mitglieder der IG Metall betroffen. "Wir fordern Ihre Solidarität gegenüber ihren Kollegen ein." Neugebauer möge sich beim BMW-Vorstand für eine Ansiedlung des Werkes in Dattelm/Waltrop einsetzen.

linde


Quelle: WAZ Datteln, 9. November 2000