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B 474n bringt nur mehr Verkehr 4. November 2000


Thema B 474n und Antwort auf Leserbrief  "Westumgehung muss gebaut werden"  vom 1. November:

Wir gratulieren Ihnen, dass Sie seit 20 Jahren kein Fenster aufgemacht haben und trotzdem überlebt haben. Was wohl nicht ganz einfach gewesen sein muss. Ich habe mit meiner Familie 40 Jahre in Datteln 100m Luftlinie von der Mülldeponie gewohnt. Wissen Sie, was das bedeutet? Wir mussten trotzdem die Fenster öffnen. Aus diesem Grund bin ich nach Olfen gezogen, weil hier laut Nachfrage weder eine Mülldeponie noch eine autobahnähnliche Straße erbaut werden sollte (Aussage Herr Sendermann). Zum Thema:

  1. Die B 474n wird nicht, wie Sie schreiben, 500m von meiner Haustür entfernt, sondern 100m (siehe Karte Eckernkamp - B 474n).

  2. Dass die B 474n als Ortsumgehung angenommen wird, ist ein Trugschluss, weil die Auf- bzw. Abfahrten fast 2 km von Olfen entfernt sein werden. Niemand fährt 4 km, wenn er nur 500 m bis zur B 235 fahren braucht (Verbindung Eversumer Straße durch Springenkamp).

  3. Nur weil irgendwann BMW vielleicht in den Rieselfeldern bauen will, müssen wir uns nicht eine Nordumgehung des Ruhrgebiets vor die Nase setzen lassen.

  4. Abgesehen von den paar Arbeitsplätzen, die sich auch noch zwischen Datteln, Waltrop, Olfen und Umgebung teilen würden, wäre der zu erwartende Zustrom an Verkehr, wenn er die A 43 mit der Hollandautobahn gekoppelt wäre, mehr als das Doppelte.

  5. Olfen sollte bei aller Zukunftsplanung immer das tun, was sie schon immer gut gemacht hat: Ausbau als Naherholungsgebiet. Das ist der Grund, warum man mehr als jede andere Stadt Neubürger anzieht.

Werner Gunkel, Albert-Einstein-Weg 11a


Quelle: WAZ Olfen, 4. November 2000