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Gegen den geplanten Bau der B 474n wollen Anwohner der Hangel-Siedlung mobil machen. Initiator Stefan Bojahr kann sich auch vorstellen, eine Bürgerinitiative zu gründen.
Vordergründig sieht es Stefan Bojahr aber als notwendig an, die Hangel-Bürger über den geplanten Bau zu informieren. "Viele wissen gar nicht genau Bescheid, welche Auswirkungen die B 474n haben kann", erklärt der Anwalt, der seit kurzem mit seiner Frau Doris ein Haus in der Hangelerweiterung bezogen hat.
Stefan Bojahr will die Bürger aufwecken, bevor es zu spät ist. "Man muss die Bürger sensibel dafür machen, was derzeit passiert", sagt Bojahr im WAZ-Gespräch. Er selber sei geschockt gewesen, als er von den möglichen Ausmaßen der geplanten Trasse hörte.
Er will gemeinsam mit anderen Anwohnern aufklären, welche Lärm-, Abgas- und auch visuellen Beeinträchtigungen auf den Hangel zukommen. "Man muss auch an den Wertverlust der Grundstücke denken", sagt Stefan Bojahr.
Überrascht war Stefan Bojahr von der Diskussion im Rat (die WAZ berichtete). Die Hilfslosigkeit vieler Ratsvertreter habe bei ihm und anderen Anwohnern nur Kopfschütteln hervorgebracht. "Viele wissen wohl gar nicht, was beispielsweise in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) steht", meint der Anwalt.
Er will sich jetzt die UVS besorgen und selber einmal überprüfen. Gleichzeitig sollen die Gespräche mit Nachbarn weiterlaufen, um am Ende vielleicht auch eine Bürgerinitiative zu gründen. "Wir werden versuchen, auch mit den Klöcknersiedlern ins Gespräch zu kommen, die ja in ähnlichem Maße betroffen sind", sagt Stefan Bojahr.
Kontakt: Stefan Bojahr, Im Hangel 40, Telefon 930764.
MB
Quelle: WAZ Waltrop, 3. November 2000