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Per Bahn ins Rieselfeld 2. November 2000


Die Dattelner CDU-Fraktion macht sich in einem Antrag an den Bürgermeister dafür stark, die Hamm-Osterfelder Eisenbahnlinie angesichts der aktuellen Diskussion um die Industrialisierung der Rieselfelder zu reaktivieren und mit einem Abzweig in den Industriepark Lippetal zu versehen.

Eine entsprechende Bitte um Prüfung der Möglichkeiten soll an die Entscheidungsträger für den schienengebundenen Personennahverkehr, den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und den Kreis Recklinghausen weitergeleitet werden.

Seit Jahrzehnten wird die Hamm-Osterfelder Bahnlinie nur noch für den Güterverkehr genutzt. Personenverkehr fand nicht mehr statt. Mit der möglichen Schaffung von einigen tausend Arbeitsplätzen in den Rieselfeldern müsse aber die Pendlerdiskussion neu diskutiert werden, da davon auszugehen sei, dass das Einzugsgebiet des Arbeitskräftepotenzials weit in das Ruhrgebiet und in das Münsterland reiche.

Die Dattelner CDU räumt ein, dass ein Schienenverkehr zwischen Hamm und Oberhausen-Osterfeld sicher nicht mehr zeitgemäß sei. "Die vorhandene Bahntrasse im Bereich der Städte Datteln und Waltrop bietet aber die Möglichkeit einer Neukonzeption, etwa südöstlich in den Raum Dortmund und südwestlich in die Bereiche Essen/Duisburg", betont Dattelns CDU-Fraktionschef Walter Deckmann. "Es kann nicht der Wunsch sein, dass alle zukünftigen Arbeitskräfte über das vorhandene und geplante Straßennetz individuell mit ihrem Pkw täglich an und abreisen. Dadurch wären die direkt betroffenen Städte und Waltrop ebenso überfordert wie das Umland", betont der Politiker.

Für die Union bleibe als einzige Alternative, die auch mit gesamtpolitischen Grundsätzen der Verkehrspolitik übereinstimme, die Reaktivierung der vorhandenen Gleiskörper mit einem direkten Abzweig (Schleife) in die Rieselfelder, um durch einen neuen S-Bahn-Verkehr eine direkte und umweltfreundliche Anbindung zu sichern. Als Vergleich dazu nennt die CDU das Beispiel der Nokia-Bahn in Bochum.


Quelle: Waltroper Zeitung, 2. November 2000