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Mit der Absage von BMW ist die B 474 n nicht vom Tisch. Die Umgehungsstraße, die die Rieselfelder an die Autobahn anbinden soll, hat höchste Priorität. In Datteln ist man sich nahezu einig, dass die neue Straße gebaut werden muss.
Die Vermesser sind jedenfalls unterwegs, um eine Trassenführung auszuloten. Und mit dem Westfälischen Straßenneubauamt Bochum hat kürzlich noch ein Gespräch stattgefunden. Gestern waren Dattelns Bürgermeister Wolfgang Werner und Waltrops Verwaltungschef Willi Scheffers zu Besuch im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Energie und Verkehr in Düsseldorf, um über die Trassenführung zu sprechen. Begleitet wurden sie vom heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz-Rusche und von der für Waltrop zuständigen SPD-Landtagsabgeordneten Gabriele Sikora.
Beim für Verkehr zuständigem Staatssekretär trugen die Vertreter der beiden Städte ihre Wünsche vor. Die Waltroper möchten die Klöckner-Siedlung und Hangel-Siedlung entlastet wissen. Die alten Pläne sehen eine ziemlich ortsnahe Trassenführung vor. Auch Bürgermeister Werner äußerte seine Vorstellungen. So sollten die Anlagen des TV Datteln 09 ebenso wenig von der Trassenführung beeinträchtigt werden wie die Kleingartenanlage.
Die Trasse, so die Wünsche der Dattelner Verwaltung, sollte, nachdem sie über die Münsterstraße geführt wird, möglichst am Waldrand entlang in Richtung Norden verlaufen, damit der Baumbestand nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werde. Alles deute darauf hin, so Wolfgang Werner, dass die geplante Straße normal verlaufe. Das heißt, dass nicht an eine hochliegendes Bauwerk gedacht ist.
Im Ministerium will man die Vorschläge jetzt prüfen. Ende Dezember oder Anfang Januar soll ein Vorschlag für eine Trassenführung vorliegen, über die man dann noch diskutieren kann.
linde
Quelle: WAZ Datteln, 1. Dezember 2000