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Kompromissbereitschaft hat Bürgermeister Willi Scheffers gestern im Düsseldorfer Verkehrsministerium festgestellt. Er hatte dort die sogenannte "Bürgermeistertrasse" für die B 474 n vorgestellt. Staatssekretär Jörg Hennerkes sagte dabei zu, die Waltroper Vorstellungen in die neue Trasse einzuarbeiten, die bis Februar vorgestellt wird.
Die alternative Trassenführung hatte Scheffers, wie wir berichteten, zusammen mit seinem Dattelner Amtskollegen Wolfgang Werner, den Fraktionsvorsitzenden Carlo Becker (CDU) und Jürgen Siebert (SPD) sowie Bauamtsleiter Torsten Kubiak im Ministerium unterbreitet. Grünen-Vorsitzender Karl-Heinz Grüder beklagte bitter, nicht mitgenommen worden zu sein.
Grundlage der "Bürgermeistertrasse" ist eine Verlegung der B 474 n in Richtung Westen, weiter als bisher entfernt von Klöcknersiedlung und Hangel. Im Prinzip kommt dies der sogenannten "Variante 2" nahe, die parallel zur Löringhofstraße verläuft und vor dem Beisenkamp nach Osten abknickt. In Düsseldorf machten die Stadtvertreter klar, dass sie eine westlicher gelegene Lösung unbedingt wollen und die sogenannte "Unglücksvariante" mit aller Gewalt zu verhindern suchen. In Düsseldorf wurden auch die Belange der möglicherweise betroffenen Landwirte problematisiert. Einen konkreten Plan, auf dem festgehalten ist, wie denn nun "seine" Trasse aussieht, wollte und konnte Willi Scheffers gestern nicht vorlegen. Er habe vielmehr mit seinem Vorschlag "wieder einen Diskussionsprozess in Gang gebracht". Und: "Um keine Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren, verzichten wir darauf, Trassenverläufe, die als Diskussionsgrundlage anzusehen sind, zu veröffentlichen".
Pit Schneider
Quelle: Waltroper Zeitung, 1. Dezember 2000