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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
Kommentar: Zündstoff Westliche Umgehung 1. Juli 2000


Von wegen Sommerloch: Die Ferien haben gerade erst begonnen, und schon wird ein brisantes Thema - seit dem Wahlkampf von der Bildfläche verschwunden - plötzlich wieder heiß diskutiert: B 474n, Olfener Westumgehung, Ortsumgehung.

Drei Namen für ein Problem: Wie kann der Innenstadtbereich (Eckernkamp/Bilholtstra´ße) vom zunehmenden Verkehr befreit werden? Dass die dortigen Anwohner unter der Belästigung durch Autos und Lkw leiden, ist seit Jahren bekannt. Nur die Rezepte dagegen sind verschieden.

Die CDU favorisiert die B 474n. SPD, UWG und die "Bürgennitiative gegen die B 474n" lehnen dies ab, stattdessen sei eine Ortsumgehung die beste Lösung; dabei wird der Ausbau des Springenkamp in die Diskussion eingebracht.

Eine große Rolle spielt die Finanzierung. Die B 474n wird aufgrund der Geldnot des Bundes sicherlich auf Jahre hinaus nicht gebaut werden. Warum sollte im Vorgriff, so argumentieren allerdings die Befürworter dieser Bundesstraße, die Stadt eine nicht gerade billige Ortsumgehung finanzieren; Eine andere Frage lautet: Ist es vornehmlich Durchgangsverkehr oder "hausgemachter" Olfener Kfz-Verkehr, der über den Eckernkamp rollt.

Den lärmgeplagten Anwohnern ist es letztlich egal, wie die Blechlawine vor ihrer Haustür reduziert wird - nur sollte eine Lösung nicht bis zum St. Nimmerleinstag warten.

Ralf Drews


Quelle: WAZ Olfen, 1. Juli 2000