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B474N.DE > Presse > Jahr 2000 >
"Springenkamp-Ausbau bringt nicht mehr Lärm" 1. Juli 2000


Als abwegig bezeichnet die "Bürgerinitiative gegen die B 474n" die CDU-Haltung, den Springenkamp wegen einer möglichen Lärmbelästigung nicht als Ortsumgehung zu nutzen.

Bert Baesgen, Sprecher der Bürgerinitiative (BI): "Diesen Standpunkt können wir nicht nachvollziehen. Tatsache ist, dass die geplante B 474n ab der B 235 bis etwa zur Höhe der Straße Fehlgang weitaus näher zur Stadt und zum Neubaugebiet Eckernkamp verläuft, als der Straßenverlauf des Springenkamp selber. Dabei handelt es sich knapp um die Gesamtlänge des Springenkamp. Man argumentiert unsachgemäß, wenn lediglich die rund 800 m des Springenkamp zwischen Eversumer Straße und Fehlgang in die Betrachtung einbezogen werden."

Die CDU könne einerseits nicht den Lärm einer kleinen, etwas verbreiterten Umgehungsstraße als sinnvolle "Aussenentwässerung" Olfens beklagen, andererseits aber "eine Bundesfernstraße mit Anbindung an fünf Autobahnen und der Folge, neuen (Schwerlast-) Verkehr anzuziehen, mit dem Argument des Lärmschutzes als beste Lösung vehement einfordern". Das sei widerspruchlich. "Ähnlich geht die CDU mit den von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen  Papier des IVV-Ingenieurbüros  um. Hier bezieht man sich im Wesentlichen nur auf den politisch ins Konzept passenden Zusammenschluss mit den Nachbarstädten für eine Forderung der B 474n. Dass das Papier auch den Ausbau des Springenkamp, sogar mit Verlängerung bis zur Kökelsumer Straße vorschlägt, bleibt außer Acht. Selbst im Falle der Verwirklichung der B 474n in ferner Zukunft, empfiehlt das IVV-Papier den Springenkamp-Ausbau."

Unbeantwortet lasse die CDU die Frage nach der zeitlichen Realisierung der schon jetzt seit über 30 Jahren geplanten Bundesstraße. "Auf Anfrage der BI beim Bundesverkehrsministerium wurde bekannt, dass die Verwirklichung der jetzt im Bundesverkehrswegeplan stehenden Maßnahmen bis zum Jahre 2036 dauern werde. Die CDU muss sich die Frage stellen, wie lange sie noch auf dieses Pferd setzen will."


Quelle: WAZ Olfen, 1. Juli 2000