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Die Gegner der B 474n setzen darauf, daß die neue Bundesregierung die Bundesstraße streicht.
Der Koalitionsvertrag sieht eine Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans vor, was derzeit geschieht und etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nimmt. Die B 474n ist im Bedarfsplan als "vordringlich" eingestuft. "Auch angesichts der Finanznot des Bundes ist zu hoffen, daß die Straße gestrichen wird", erklärte gestern Thomas Krämerkemper, Sprecher vom "Aktionsbündnis gegen die B 474n/B 67 n". Das ist ein Zusammenschluß von 20 Vereinen und Initiativen aus betroffenen Städten, darunter aus Olfen der BUND und die Bürgerinitiative. Planerisch ist die Trasse in drei Abschnitte unterteilt: Waltrop, Olfen ("Westumgehung"), Dülmen.

In einer Pressekonferenz wurden gestern die Argumente dargelegt. Axel Ellertmann von der BI Olfen betonte, daß die Trasse in der Steverstadt zwei Bauernhöfe in der Existenz bedrohe. Als Ortsumgehung stelle sie keine nennenswerte Entlastung dar, sondern würde fürs Neubaugebiet Eckernkamp mehr Lärm bringen. Außerdem ziehe die Bundesstraße zusätzlichen überregionalen Verkehr an. "Und eine von den übrigen Abschnitten getrennte Planung, wie sie derzeit erfolgt, ist völlig unsinnig." Infos per Internet sind unter www.b474n.de erhältlich. Dre
Quelle: WAZ Olfen, 19. März 1999