Startseite  |   Kontakt  |   Suchen  |   Links  |   Wir über uns   Aktuelles  |   Überblick  |   Datteln/Waltrop  |   Olfen  |   Archiv   


B474N.DE > Presse > Jahr 1999 >
"B 474n-Trasse streichen" 17. März 1999


Eine Initiative will die Verlängerung der Sauerlandlinie,genannt B 474n, ein für alle mal unmöglich machen. Das Ziel ist es, die Trasse "aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen", heißt es in einem jetzt veröffentlichtem Schreiben.

Am kommenden Donnerstag wird das "Bündnis gegen die B 474n/B 67n" sich und ihre Ziele bei einer Pressekonferenz auf dem Angelhof von Alfons Schulte-Sienbeck präsentieren. Daran beteiligt ist auch die Dattelner Wählergemeinschaft Die Grünen. "Aktueller Anlaß ist neben den anstehenden Kommunalwahlen die Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans, die im rot-grünen Koalitionsvertrag vereinbart wurde und in dessen Zug alle geplanten Straßen überprüft werden", so die Ininitiative. Ziel sei, wie gesagt, die Streichung der B 474n und ihrer Verlängerung, der B67n, aus diesem Plan.

Seit fast zwei Jahrzehnten macht die Trasse von sich reden. Sie sollte in Mengede anfangen, im kühnen Bogen durch Oberwiese und Holthausen verlaufen, die Rieselfelder erschließen und dann weitergehen bis Dülmen. Etappenweise sollte die Straße mit Autobahncharakter gebaut werden, die Anhörungsverfahren waren längst durchgeführt. Das Planfeststellungsverfahren ging seinen gewohnten Gang - bis am 19. Januar 1994 das Oberverwaltungsgericht Münster einen ebenso überraschenden wie rigorosen Schlußstrich zog: Der Planfeststellungsbeschluß vom 13. Mai 1991 wurde aufgehoben, im Klartext: Die Straße sollte so nicht gebaut werden.

Das ganze Prozedere, 1988 begonnen, muß neu aufgerollt werden, wenn es überhaupt jemals noch eine B 474n geben soll. Doch bevor dies überhaupt anlief, begann der Streit zwischen Waltrop und Castrop-Rauxel: Von vier heiß diskutierten möglichen neuen Trassen der B 474n hatten die Castroper sich ausgerechnet für jene Variante entschieden, die durch das Feuchtbiotop an der Hafenstraße führt, direkt am Waltroper Stadtrand vorbei. Zwar wollen Waltrops heimische Kommunalpolitiker sehr wohl eine B 474n, doch so nahe vor der Haustür wollten sie das nun doch wieder nicht.

Und wenn schon die Kommunalpolitiker aus dem Ostvest es nicht schaffen, bei der Beschreibung ihrer Wünsche mit einer Stimme zu sprechen, wie können sie diese dann auf Bundesebene durchsetzen?

Pit Schneider


Quelle: Dattelner Morgenpost, 17. März 1999