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Die Gegner der geplanten Bundesstraße 474n (Olfener Westumgehung) hofen nach dem Regierungswechsel auf Bundesebene, daß die Straße zu Fall gebracht wird.
Diese Memung vertrat Rainer Michaelis, seit kurzem Landtagsmitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, beim Ortstermin in Olfen. Er ist zugleich im Coesfelder Kreisvorstand vertreten und daher mit dem Straßenbauvorhaben bestens vertraut.

Bei dem Ortstermin waren auch Vertreter der Bürgerinitiative (BI) gegen die B 474n und betroffene Landwirte zugegen. Mit einem Plakat machten sie ihre ablehnende Haltung nochmals deutlich. Der Ortstermin fand an der Einmündung B 235/B 474 statt, wo laut BI-Mitglied Bert Baesgen "keineswegs das angeblich hohe Verkehrsaufkommen herrscht."
Rainer Michaelis betonte, daß der Landtagsfraktion nur begrenzte Protestmöglichkeiten zur Verfügung stünden, da es sich um eine Angelegenheit des Bundes handele. "Wir wollen nun verstärkt Argumente der Landwirtschaft und der Ökologie gegen die geplante Straße auf Bundesebene ins Feld führen."
Das planerische Verfahren befinde sich derzeit erst in der Phase der Behördenabstimmung, es könne noch viel verändert werden. "Die Grünen wollen in der Bundesregierung ihr ganzes Gewicht gegen die B 474n ins Spiel bringen. Laut Koalitionsvertrag soll dieses Straßenbauvorhaben gründlich überprüft werden."
Quelle: WAZ Olfen, 13. Januar 1999