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B474N.DE > Presse > Jahr 1998 >
Genug belastet 31. März 1998


Zur B 474n und der Anbindung an den Emscherschnellweg:

Es grenzt schon an Beleidigung, was Vertreter der Mehrheitsfraktion und der Verwaltung in Waltrop den Bürgervertretern von Castrop-Rauxel vorwerfen. Eine Stadt, deren Gebiet von mehreren Autobahnen zerschnitten wird und die eine Landstraße von überregionaler Bedeutung mit erheblicher Verkehrsbelastung hat, hat für die Allgemeinheit und das öffentliche Wohl schon genügend Belastungen auf sich genommen.

Die Kirchturmspolitik und das Floriansprinzip wird nicht von Castrop-Rauxel, sondern von Waltrop betrieben. Die geforderte B 474 n soll die einzige Lösung der erst die durch fehlende vorausschauende Planung von Waltrop entstandenen Probleme sein. Der angebliche Vorteil der Verkehrsentlastung für Waltrop soll aber nur zu Lasten der Nachbarstädte erfolgen. Dieses ist an dem Beharren auf die sogenannte Mittellage der B 474 n erkennbar. Dabei wird nur so starrköpfig darauf beharrt, weil die B 474 n als erstes einzig als Einflugschneise für den Schwerlastverkehr der künftigen Fabriken in den Rieselfeldern gebraucht wird und zweitens diese Straße die Stadt keinen Pfennig kostet, weil sie ganz vom Land bezahlt wird. Also werden wieder einmal Probleme von Waltrop produziert und deren Lösung sollen andere finanziell (Land) und belastungs- mäßig (Castrop-Rauxel) ausbaden. Das nennt man dann gerechtteilen. Für den sogenannten selbstproduzierten Verkehr kann nur eine sehr ortsnah, mit vielen Auf- und Abfahrten, gebaute Umgehungsstraße einen reellen Entlastungseffekt bringen. Wann werden die Verantwortlichen endlich die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger beachtet?

Ulrich Mark
Bahnhofstraße 88


Quelle: WAZ Castrop-Rauxel, 31. März 1998