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B474N.DE > Presse > Jahr 1998 >
Gehen Behörden auf Distanz zur B 474n? 12. Dezember 1998


Olfen.  Laut Axel Ellertmann, Landwirt in Olfen, hat die Landwirtschaftskammer in Coesfeld in einem Schreiben an das Straßenbauamt auch gegen die "neue" westliche Trasse der B 474n "erhebliche Bedenken" geäußert. Sie führe zu einem "nicht auszugleichenden Eingriff in die Agrarstruktur" und gefährde die Existenz zweier Vollerwerbsbetriebe (Schlüter, Ellertmann). Die Landwirtschaftskammer geht in ihrem Schreiben, das über Albert Schlüter an eine Gruppe von rund 15 Olfener Landwirten gerichtet war, sogar so weit, in Anbetracht der erheblichen Eingriffe in die Landwirtschaftsstruktur eine erneute Prüfung der Notwendigkeit einer B 474n um Olfen anzuregen. "Für uns ist insbesondere die Bestätigung der Existenzgefährdung von großer Bedeutung," so Ellertmann. "Für mich greift jetzt auch der Teil des Olfener Stadtratbeschlusses, in der nur dann eine Zustimmung zur B 474n erteilt wurde, wenn die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe sichergestellt würde."

Mit dem Amt für Agrarordnung und der Landesanstalt für Ökologie, Boden und Forsten (LÖBF) seien zwei weitere Behörden auf Distanz zur B 474n um Olfen gegangen. Auch hier hätten neue Erkenntnisse (u.a. ökologische Bedenken im Bereich der Steverauen) zu einer Trassenablehnung geführt.

"Wir werden jetzt Kontakt zu unserem Bürgermeister aufnehmen. Er hat trotz Bedenken der B 474n zugestimmt, unter anderem deshalb, um im weiteren Verfahren beteiligt zu sein. Aus Sicht der Olfener Landwirte muß er jetzt aktiv werden, äußern sich Ellertmann und Albert Schlüter Richtung Rathaus.


Quelle: Ruhr-Nachrichten Olfen, 12. Dezember 1998