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B474N.DE > Presse > Jahr 1997 >
SPD in Ickern verteidigt ihren B 474n-Vorstoß 8. März 1997


Leserbrief zum Artikel "Neue Trasse der B 474n stößt auf Waltroper Protest".

Für uns unverständlich ist die Überaschung der Waltroper SPD über unseren Vorstoß zur B 4740, waren sie doch auf unserer Bürgerversammlung zu diesem Thema anwesend. Hier wurde von uns konkret die sogenannte Variante fünf als eine weitere mögliche Variante angesprochen. Wir sind der Meinung, als guter Nachbar versucht man seine hausgemachten Probleme zuerst vor der eigenen Tür zu lösen, zumal die Möglichkeit dazu besteht, und verdrängt sie nicht in Nachbars grüne Lungen.

Der CDU Waltrop scheint nicht bekannt zu sein, daß an der Stadtgrenze zu Castrop auch Waltroper wohnen, wie anders kam sie auf die Idee, die Trassenvariante 2/3 hätte die weiteste Entfernung zur Wohnbebauung, die Trasse läuft mittendurch. Auf Castroper Seite wäre die Bevölkerung im Ickerner Norden von zwei stark befahrenen Schnellstraßen A2 und B 474n eingekesselt. Mit der geplanten Anschlußstelle B 474n in Waltrop würden die Wohngebiete Habingborst und Ickern entlang der B 235, Recklinghauser-, Ickerner-, Ufer- und Leveringhauser Straße zusätzlich erheblich belastet.

Ob es unverschämt ist, die Möglichkeit, die Rahmen der UVS gegeben sind, auch zu nutzen, mag jeder selbst beurteilen. Wir halten es jedensfalls für dringend geboten, die ökologische und ökonomische Belastung so gering wie möglich zu halten.

Diese Prüfung ist im Fachgremium der UVS nöch möglich und stellt eine Chance für beide Städte dar. Aus unserer Sicht ist der neu zu bauende Trassenabschnitt erheblich kürzer als die Variante vier. Die Entlastungsfunktion der Ortsdurchfahrt Waltrop entspricht derjenigen der Variante 4. Die Zerschneidung der überregionalen Grünzeuges E ist geringer, die ländlichen Gebiete Leveringhausens. Mengeder- und Ickerner Heide mit ihrer hohen Bedeutung für die Naherholung werden weniger belastet.

Ulrich Romahn
Susanne Schmidt
Olfaf Bollermann
SPD-Ortsverein Ickern 1/2


Quelle: WAZ Waltrop, 8. März 1997