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WALTROP. Kräftig Schelte für den SPD-Ortsverein Ickern gab es gestern im Ausschuß fur Stadtentwicklung und Umweltfragen (StUF). Die Nachbarn haben ernsthaft eine eigene Variante für die Trasse der B 474n vorgeschlagen und dabei großzügig Waltroper Gebiet verplant (die WALTROPER berichtete). Das löste heftige Reaktionen im StUF aus. Von Sauerei, Unverschämtheit und Anmaßung war da die Rede.
"Da werden Absprachen über den Haufen geworfen, das hat mit Fairness nichts zu tun", erklärte Manfred Rubow (SPD), der das Verhalten der Parteikollegen als "Sauerei" bezeichnete. Er schlug vor, die SPD-Landtagsabgeordnete Gaby Sikora aus Castrop-Rauxel einzuschalten. Der Antrag aus Ickern in Sachen Trasse der B 474n solle doch nach Möglichkeit gestoppt werden. Gerd Beckmann (CDU) forderte die Sozialdemokraten auf, die Sache unbedingt parteiintern anzusprechen.
Ausschußvorsitzender Jürgen Siebert äußerte sich verärgert darüber, daß die Ickerner nicht mit Waltrop gesprochen haben. Und Beigeordneter Bernd Lessner fügte hinzu: "Man plant nicht einfach auf dem Stadtgebiet des Nachbarn."
Die Notwendigkeit des Baus der B 474n stellte die Mehrheit im StUF allerdings nicht in Frage. Das Verfahren zum Neubau sei voranzutreiben, hieß es gestern. Die Trasse aber könne nur im Bereich der alten Planung liegen. Lessner: "Die war doch nicht schlecht.". -berg
Quelle: Waltroper Zeitung, 5. März 1997