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Betr. Aussagen des NRW-Verkehrsministers Kniola zur weiteren Planung der B 474n (Morgenpost vom 25. August).
Dazu nimmt die Aktionsgemeinschaft gegen den Bau der B 474n Datteln/Waltrop wie folgt Stellung:
"Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster vom 19. Januar 1994 plant der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Bau der B 474n erneut. Laut Information des Straßenneubauamtes Recklinghausen als ausführende Behörde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wird gemäß den Anweisungen im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen an einer überregionalen Straße zwischen der A 45 / A 2 im Süden und der A 43 im Norden sowie an der Entlastung der Ortsdurchfahrten festgehalten.
Dieses bedeutet, daß das Straßenneubauamt in den Bereichen von Datteln und Waltrop eine Straße plant, welche in Teilen vom OVG Münster in seinem Urteil bereits bemängelt worden ist. Im Gegensatz dazu erklärte Verkehrsminister Kniola bei seinem Besuch in Datteln, daß es keinen Bedarf für eine Autobannverlängerung gäbe und nur noch Ortsumgehungen für Datteln und Waltrop geplant werden. Es sei auch fraglich, ob der Anschluß an der A 45 oder an der L 609 erfolgen würde. Diese Aussage steht im krassen Widerspruch zu der Aussage des für die Planung verantwortlichen Straßenneubauamtes.
Die örtlichen Politiker halten an der B 474n fest, denn sie wird mit ihrem Autobahnanschluß benötigt, um das geplante Industriegebiet Lippetal zu erschließen. Die örtichen Politiker halten weiterhin an der B 474n fest, weil durch sie die Ortsdurchfahrten in Datteln (Castroper Straße) und in Waltrop (Leveringhäuser Straße) spürbar entlastet werden sollen, weil die Politiker keine eigenen Verkehrskonzepte vorlegen können.
Die Aktionsgemeinschaft gegen den Bau der B 474n macht noch einmal deutlich, daß es aufgrund der überregionalen Trassenführung keine spürbare Entlastung der Ortsdurchfahrten für Datteln und Walfrop gibt, dieses wurde durch eine großangelegte Verkehrszänlung bewiesen. Desweiteren stellte die Aktionsgemeinschaft gegen den Bau der B 474n Olfen anhand ihrer Verkehrrszählung fest, daß nur ein Bruchteil in Höhe von 10,7 Prozent des Gesamtverkehrs die B 474n in Olfen benutzen würden. Dieses macht deutlich, daß es für die Planungen des Straßenneubauamtes keinen Bedarf, auch über Datteln hinaus, gibt. Wir fordern daher, wie bereits schon im Jahre 1985, kleinräumige Umgehungn für Datteln und Waltrop."
Quelle: Dattelner Morgenpost, 26. August 1994