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WALTROP. Für Aufregung sorgte das Planungsbüro Kaulen Mitte des Jabres bei der Vorstellung der ersten Daten über den Autoverkebr in Waltrop. Das Büro, das für Waltrop den Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet, hatte den Entlastungseffekt der geplanten B 474n in Frage gestellt. Die Politiker waren irritiert und bezweifelten daraufhin die Aussagekraft des Kaulensehen Zahlenmaterials. Und sie bekommen recht: Jetzt wird noch einmal gezahlt.
Am 24. November muß das Büro Kaulen eine "Nachzahlung" vornehmen. Die im Frühjahr erhobenen Daten könnten aufgrund der Baustellensituation an der Auffahrt zur Autobahn (A 2) nicht maßgebend sein für die Leveringhäuser Straße (L 609). So lautete damals die Argumentation der heimischen Politiker. Jetzt ist die Auffahrt fertig und nun muß wieder gezählt werden. Kaulen hatte die Entlastungsquoten der geplanten B 474n angezweifelt, da bei der ersten Zählung auf der Leveringhäuser Straße erheblich weniger Durchgangsverkehr festgestellt wurde, als die B-474n-Befürworter geschätzt hatten. Gezählt wird am Dienstag von 6.30 Uhr bis 19 Uhr. Mit der Zählung einher geht eine Befragung üher das Fahrtziel. Die wird am 1. Dezember in der Zeit von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr stattfinden.
Das Konzept für den Verkehrsentwicklungsplan liegt mittlerweile vor. "Jetzt muß es in die endgültige Fassung gebracht werden", so Beigeordneter Bernd Lessner. Die Nachbesserungen werden noch eingearbeitet, so daß die Bestandsanalyse Anfang des Jahres fertig sein kann. Die wird anschließend in die Fraktionen gegeben, aus denen sich dann ein Arbeitskreis bilden soll, der das weitere Vorgehen bestimmt. Entwickelt werden soll ein Maßnahmenprogramm, daß die Prioritäten für die Zukunft setzen wird. Oberste Priorität besitzen für Lessner die Bereiche Förderung des Radverkehrs, des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fußgängerverkehrs. Der Verkehrsentwicklungsplan soll als Argumentationshilfe dienen, um auch das Land von der Notwendigkeit bestimmter Maßnahmen zu überzeugen. Gute Argumente sind auch notwendig, um an Fördermittel heranzukommen. -berg
Quelle: Waltroper Zeitung, 20. November 1992