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Datteln. Einen Leserbrief in Zusammenhang mit der Diskussion um die geplante B 474n hat uns jetzt der derzeitige Sprecher der Wählergemeinschaft Die Grünen, Knut Hencke, zukommen lassen. Er schreibt darin:
"Eine Ortsumgehung zur Entlastung der B 235 über die Zechengelände Emscher-Lippe 1/2 und 3/4 ist weniger abenteuerlich als das Gedankenspiel, die Alte und Neue Fahrt zu untertunneln. Die Aussage, der Verkehr werde bis auf 50 m an die Beisenkampsiediung herangeführt, ist zu 90% schlicht falsch, und diese Aussage wird bewußt so falsch in die Welt gesetzt, um auch nur den Gedanken an eine Alternative zu ersticken. Wahr ist, daß die Trasse auf einer Länge von 50 m so nah an die Bebauung herankäme, wobei mit aktivem Lärmschutz die Auswirkungen sehr gering gehalten werden könnten.
Eine zukunftsträchtige Entwicklung der Stadt von einer einzigen Straße abhängig zu machen, die mehr Schaden als Nutzen bringt, die Naherholungsgebiete zerstört und Freiraum vernichtet, ist ein Armutszeugnis für die Zukunft, die sich die Befürworter der B 474n vorstellen. Die "Nein-Sagerei" ist ein Etikett, das auch umgekehrt klebt, denn etwas anderes als die eigene Meinung lassen bestimmte Kreise hier in dieser Stadt nicht gelten."
Quelle: Dattelner Morgenpost, 27. September 1990