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DATTELN. (ph) "Wir möchten, daß eine Umweltveträglichkeitsprüfung veranlaßt wird," ist eines der Anliegen der Gegner der Umgehungsstraße B 474n. Diese hatten sich am Mittwoch abend zu einem Treffen im Haus Frieding eingefunden, um wirkungsvolle Schritte zur Verhinderung des Straßenbaus zu überlegen. Außerdem möchte die Bürgeninitiativen mit den Anwohnern der Castroper Straße ins Gespräch kommen.
Dies soll unter anderem mit Hilfe von Flugblättern geschehen, die in Kürze verteilt werden. "Wir wollen den Keil zwischen der Bürgerinitiative und den betroffenen Anwohnern austreiben," bedauern die B-474n-Gegner die gegenwärtige Entwicklung. Es müsse zum Thema "Überlastung der Castroper Straße" etwas geschehen, darin seien sich alle einig. Die geplante Umgehung jedoch ist nach Ansicht der Bürgerinitiative der falsche Weg.
Kurzfristig will diese jetzt einen Bürgerantrag an die Stadt stellen, mit dem Inhalt, eine Umweltverträgllchkeitsprüfung zu veranlassen. Seit dem 1. August 1990 sei eine solche Untersuchung im Gesetz der Bundesrepublik verankert. Da aber das Genehmigungsverfahren für den zweiten Bauabschnitt am 27. Juli in Kraft gesetzt wurde, ist für dieses Teilstück eine solche Prüfung, so der derzeitige Kenntnisstand, nicht zwingend. Am Samstag, 25. August, wird die Initiative in der Fußgängerzone wieder auf ihre Bedenken aufmerksam machen. Die zweite Versammlung der Aktionsgemeinschaft findet am Mittwoch, 5, September, im Haus Frieding statt.
Quelle: Dattelner Morgenpost, 24. August 1990