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DATTELN. (dik) Ihr entschiedenes "Ja" zum Bau der B 474n hat die SPD-Ratsfraktion in der Planungsausschußsitzung am Donnerstag bekräftigt. SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Wuthold hat gestern gegenüber der Dattelner Morgenpost die Auffassung seiner Ratsfraktion zusammenfassend erläutert.
Nach seinen Worten hält die SPD-Ratsfraktion "die Weiterführung der sogenannten Sauerlandlinie (B 474n) von Waltrop über Datteln bis Olfen aus vielerlei Gründen für unabweisbar notwendig. Die Planungen dafür gehen bis in das Jahr 1970 zurück, und sie sollten jetzt nach Erfüllung aller planungsrechtlichen Vorausetzungen endlich realisiert werden."
In diesem Zusammenhang bedauern die Genossen die von B 474n-Gegnern "aufgestellten tatsachenwidrigen Behauptungen", so Wuthold. "Es kann einfach nicht bestritten werden, daß mit der B 474n eine Entlastung für Tausende von Anwohnern an der B 235 eintritt." Bei einer bis ins Jahr 2000 ansteigenden Pkw-Zunahme um etwa 20 Prozent würde die Belastung der B 235 noch erheblich ansteigen, mutmaßt Wuthold.
Die Genossen sehen den Vorschlag "als geradezu abenteuerlich" an, eine Umgehungsstraße über das Zechengelände von Emscher-Lippe 1/2 und 3/4 zu legen. Wuthold: "Damit würde der Straßenverkehr von der B 235 bis auf 50 Meter an die Häuser der Beisenkampsiedlung herangeführt, während die geplante B 474n etwa 480 Meter von der nächsten Wohnbebauung im Hötting entfernt liegt."
Im Zuge des Ausbaus der umstrittenen B 474n hält es die SPD-Fraktion jedoch für notwendig, ein "landschaftsgerechtes Brückenbauwerk zu errichten und auf dieser Brücke einen gesonderten Fußgänger- und Radfahrweg zu schaffen", so Wuthold.
Quelle: Dattelner Morgenpost, 22. September 1990