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BUND: B 474n-Planung nicht genehmigungsfähig 27. November 1989


(wry)  Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) - Ortsgruppe Dortmund - wünscht einen Ortstermin mit dem Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, Christoph Zöpel, an der Stelle auf Waltroper Stadtgebiet, an der die Verlängerung der Sauerlandlinle geplant ist. Hierbei will der BUND dem Minister auf die "ökologisch brisanten Punkte" im Hinblick auf die Trassenführung der B 474 n aufmerksam machen.

In einem Schreiben an Zöpel weist Thomas Quittek für den BUND darauf hin, daß der Südabschnitt der B 474 n "durch einen Naturraum führt, der ökologisch nicht weniger wertvoll ist, als die weiter nördlichen Abschnitte".

Der Landschaftspflegerische Begleitplan würde sich auf "eine sehr mangelhafte faunistische Datengrundlage" stützen; kritisiert der BUND. Während der Begleitplan nur einige wenige Vogelarten erfasse, hätte eine nur eintägige Stichprobe des Deutschen Bundes für Vogelschutz (OBV) eine Artenzahl von über 40 ergeben, die teilweis auf der Roten Liste der vqm Aussterben bedrohten Tiere stehen würden.

Unter Berufung auf das Planfeststellungsverfahren stellt der BUND fest: Die Zahlen des Verkehrsbedarfs seien sehr widersprüchlich gewesen. Aufgrund dieser Defizite hält der BUND "die Planung weder für entscheidungsreif noch für genehmigungsfähig" und fordert Minister Zöphel auf, sich personlich für sehr viel weitergehende Prüfungen der B 474 n Trasse einzusetzen, als sie bisher vorgenommen wurden.



Quelle: WAZ, 27. November 1989