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| B474N.DE > newPark > |
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Dieser Text soll Ihnen einen ersten Überblick über die geplante Ansiedlung eines newPark in den Rieselfeldern verschaffen.
Für weitere Informationen steht Ihnen unser Archiv zur Verfügung.
Das Konzept ist in erster Linie dadurch charakterisiert, dass es die Betreuung ansiedlungswilliger Unternehmen von Beginn an vorsieht. Der newPark kann eine AG sein und sich z.B. aus Kommune, Grundstückseigentümern, Unternehmen usw. zusammensetzen. Er hat die Funktion einer Betreibergesellschaft. Dieser AG arbeiten verschiedene eigenständige Gesellschaften (AG, GmbH) zu, ihnen obliegen v.a. organisatorische Aufgaben, angefangen beim Flächenmarketing bis hin zum Personaleinsatz. Ein Parkmanager ist für den reibungslosen Ablauf des Geschehens verantwortlich, wobei ihm weitreichende Kompetenzen zukommen sollen. Die sich ansiedelnden Unternehmen müssen die Flächen nicht erwerben, sondern erhalten Pachtverträge mit minimalen Nutzungsbeschränkungen. Dadurch entfällt für die Unternehmen die Grunderwerbssteuer. Weiterhin sollen die Gewerbesteuerhebesätze deutlich gesenkt werden. Der Arbeitskräfteeinesatz soll durch flexible Arbeitsverträge, Zeitarbeit, parkinternen Personaltausch erfolgen. Für ansiedlungswillige Unternehmen ist das newPark-Konzept äusserst interessant. Sie können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, Grundstücks-, Planungs-, Organisations- und Personalangelegenheiten erledigt das Parkmanagement. Für strukturschwache Regionen ein sicherlich erfolgversprechender Ansatz.
So schön das alles klingen mag, drängen sich für uns doch einige kritische Fragen auf:
Beim newPark handelt es sich um eine Unternehmeroase, die steuerrechtliche Vorteile, niedrige Arbeitslöhne, Leiharbeit und geringere planungsrechtliche Vorgaben bietet. Jedem Gewerkschaftler kann bei dem Konzept newPark nur Angst und Bange werden.
Durch die Sonderkonditionen wird man aus anderen Regionen Unternehmen abwerben, so dass insgesamt auch von diesen Regionen ein Druck ausgehen wird, soziale Standards und Löhne zu senken.
trojanisches Pferd. Denn die einzelnen Betriebe sollen kleiner sein als 10 ha, aber dadurch, dass man sie unter das gemeinsam Dach "newPark" treibt, werden mehr als die im Landesentwicklungsplan geforderten 80 Ha erreicht. Es kann gut sein, dass gerade aufgrund massiver rechtlicher Probleme hinterher von diesem gemeinsamen Dach newPark nicht viel übrig bleibt und man so Betriebe ansiedelt, die viel besser auf ehemaligen Zechenstandorten in ganz normalen Gewerbe- und Industriegebieten aufgehoben wären.
Die weitreichende Entscheidungskompetenz des Parkmanagements lassen keine Einflussmöglichkeiten für Bürger und betroffene Kommunen. Letztendlich bestimmt er, welche Unternehmen angesiedelt werden.
Es stellt sich die Fragem, ob die minimalen Nutzungsbeschränkungen Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes auch nur annähernd berücksichtigen.
1997 wurde die newPark-Idee von der IHK Münster vorgestellt. Enthalten waren darin noch niedrigere Steuern und deregulierte Arbeitsmärkte.
Im Herbst 2000 stellte die IHK Münster den Gewinnerbeitrag ihres Wettbewerbs vor.
Ebenfalls im Herbst 2000 verabschiedete der Rat der Stadt Datteln eine Resolution für den newPark, der nach der Absage von BMW nun für die Rieselfelder im Gespräch ist.
In Waltrop sprachen sich CDU und FDP für den newPark aus, die anderen Fraktionen und der örtliche DBG lehnt das Konzept ab. Rechnerisch reicht dies knapp aus.